Abdul: Gehasst, geliebt, gestorben

Orang-Utan Männchen von 26 Kugeln getroffen
Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren nehmen zu. Denn der ursprüngliche Lebensraum vieler Tierarten verschwindet, bedingt durch menschliche Aktivitäten. Je mehr Wald gerodet und in Landwirtschaftsflächen umgewandelt wird, desto mehr schrumpfen auch die Nahrungsgebiete der Orang-Utans. Die Tiere sind gezwungen, sich die Früchte aus den Plantagen zu holen. Was wiederum dazu führt, dass manch Bauer Einbussen beim Ernteertrag fürchtet und zum Gewehr greift.

Dieser Konflikt um Ressourcen wurde auch dem 12-jährigen Orang-Utan Männchen Abdul zum Verhängnis. Doch die wenigsten Tiere werden so zudringlich oder gar aufdringlich wie Abdul. Und auch an diesem Verhalten sind wir nicht ganz unschuldig. Als junger Affe wurde Abdul gefangen genommen und illegal als Haustier gehalten. Während seiner Gefangenschaft gewöhnte er sich an Menschen und menschliche Unarten. Dieses Verhalten konnte er nach der Auswilderung nicht ganz ablegen. Im April verstarb er an den Folgen einer Schusswunde.




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