Hoffnung für Tripa

Vom 2. bis 4. November 2009 fand der siebte Runde Tisch für Nachhaltiges Palmöl RSPO in Kuala Lumpur statt. Wie unser Mitarbeiter Denis Ruysschaert berichtet, verlief die Tagung enttäuschend, da in den Kernfragen keine Einigung erzielt werden konnte. PanEco war da in den bilateralen Treffen erfolgreicher.

RSPO ist mittlerweile das grösste Netzwerk für Palmöl mit über 800 Mitgliedern. In der Frage eines konkreten Zieles und Zeitplans für die Reduktion der Treibhausgase konnten sich die Mitglieder aber nicht einigen. Jedes Mitglied darf nun seine Ziele selber festlegen, und das auf freiwilliger Basis. Faktisch ist somit die Expansion von Plantagen auf Kosten des Regenwaldes weiterhin erlaubt. Die Entscheidung löste allerdings keinen Protest aus. Es ist ohenhin schwierig, vor dem Klimagipfel in Kopenhagen, der erst im Dezember stattfindet, Entscheide von globaler Tragweite zu fällen. Immerhin nahm die Generalversammlung die umstrittene Vorlage der Produzenten an, dass die Mitglieder RSPO-Palmöl fördern müssen.

PanEco Erfolge
Die Generalversammlung nahm das «Moratorium für das Bukit-Tigapuluh-Ökosystem» an, welches die Sumatran Orangutan Society mit PanEco ausgearbeitet und vorgeschlagen hat. Das Ökosystem ist von essentieler Bedeutung, da es der einzige Ort für die Auswilderung von Sumatra-Orang-Utans ist.

Eine unabhängige Studie zur Lage in Tripa bestätigte klar, dass die Expansion der Palmöl-Plantagen problematisch ist. Das Thema steht nun auch bei Jardines und ihrer Tochter AAL ganz oben auf der Liste, denn ihnen werden keine weiteren Kredite für die Expansion gewährt.

PanEco war am RSPO ausserdem mit zwei Präsentationen zur nachhaltigen Produktion von Palmöl vertreten. Unterstützung erhielten wir von zwei Regierungsvertretern: Teuku Mustafa und Yur Nismal vom jeweiligen Departement für Plantagen- und Waldbewirtschaftung der Distrikte Nagan Raya und Abdia.




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