Das Tripa Programm

PanEco kämpft mit einem umfassenden Programm gegen die Zerstörung. Das Programm verbessert die Umsetzung der lokalen Umweltpolitik und schafft alternative Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung.

Vor dem Hintergrund der akuten Bedrohung von Tripa starteten PanEco und YEL 2005 ein Programm, um die Zerstörung zu stoppen und die langfristige Wiederherstellung und Erhaltung der einzigartigen Regenwälder von Tripa sicherzustellen. Das Programm verfolgt zwei sich ergänzende Ziele: die lokale Umwelpolitik zu verbessern und alternative Einkommensquellen zu schaffen.

Massnahmen:
  • Wir bieten wissenschaftliche Erforschung und Kartierung des Gebietes, um die Situation und Entwicklung auf der Basis von soliden Daten beurteilen zu können. Aufgrund der Resultate wurden bereits eine Reihe von Berichten über den Wert von Tripa und Kartensets veröffentlicht. Auch die Forschungsstation in Kluet wurde gestärkt.
  • PanEco führt eine lokale Kampagne durch, um das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Bedeutung des Sumpfwald-Ökosystems zu fördern. Die Kampagne stützt sich vor allem auf mobile Einheiten, also gut ausgerüstete Teams, die Schulen und Dörfer besuchen. Radiosendungen und Materialien wie Flyer, Plakate usw. ergänzen die Kampagne.
  • Wir unterstützen die Verwaltungsbehörden des Leuser Öksystems in Aceh (BPKEL), um die Kapazität der lokalen Institutionen bei der Umsetzung der Richtlinien und Gesetze zum Schutz des Leuser-Ökosystems zu fördern. PanEco unterstützt zudem die lokale Regierung bei der Verbesserung der Raumplanung, entsprechend der Vision «Green Aceh» und den offiziellen Prioritäten der Nationalregierung.
  • Wir haben eine internationale Medienkampagne gestartet, um die Situation in Tripa weltweit bekannt zu machen. Daraus resultieren diverse Artikel und Dokumentarfilme wie «Die dunkle Seite eines grünen Treibstoffs» (von der Weltbank ausgezeichnet) oder «The REDD Ape».
  • PanEco begann eine vierjährige Pilotstudie, um die nachhaltige Produktion von Palmöl auf Brachland zu entwickeln. Die Studie begann im Mai 2009 mit der Unterstützung des BACP (Biodiversity Agriculture Commodities Programme) und der Mitarbeit von 60 Kleinbauern. Sie bewirtschaften rund 100 Hektaren, und zwar ausschliesslich nach den Kriterien des biologischen Landbaus. Das Programm soll zeigen, dass es möglich ist, degradiertes Brachland wieder fruchtbar zu machen und die lokale Wirtschaft mit Kleinbetrieben anzukurbeln. Die Studie wird ausserdem handfeste Argumente für den Schutz von Tripa liefern, die Bekanntheit von RSPO fördern und neue Unterstützung für eine Kontrolle der Palmölindustrie schaffen.
  • Wir fördern die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Region Singkil und insbesondere auf den Inseln von Pulau Banyak. Wir unterstützen die Stiftung Yayasan Pulau Banyak und bieten einzigartige Gönnerreisen in den Sumpfwald an.

Unsere Partner
Das Tripa Programm wird von der Distriktregierung vollumfänglich unterstützt und mit Vertretern aller Interessensgruppen umgesetzt. Darunter befinden sich die private Firma PT Socfin, das World Agroforestry Centre ICRAF, die Universität Syiah Kuala in Banda Aceh, die Leuser International Foundation LIF sowie das BACP, ein Programm der Weltbank. Weitere Persönlichkeiten und Institutionen wie der Gouverneur und die Senatoren von Aceh, das IUCN, UNEP oder die UNESCO haben schriftlich ihre Unterstützung für das Programm zugesichert.


Tripa: Aktuelle Situation

Der neue Bericht (englisch) geht auf die aktuelle Situation in Tripa ein und wagt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung und Wiederherstellung der Sumpfwälder.

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The REDD Ape

Kurzsichtige Gewinnsucht zerstört das Sumpfland und die Regenwälder von Indonesien. Das gefährdet nicht nur die lokale Bevölkerung und die Orang-Utans, sondern die ganze Menschheit. Was denkt der Orang-Utan über seinen menschlichen Vetter? Sehen Sie die Antwort gleich hier!

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Der Palmöl-Paradox.

Die Nachfrage nach umweltfreundlichem Treibstoff decken heisst wertvollen Regenwald zerstören. Mehr dazu hier (in englisch) und im Kurzbericht (in englisch).