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| Damit sie wieder fliegen In der Greifvogelstation Berg am Irchel werden verletzte oder geschwächte Greifvögel und Eulen professionell gepflegt und möglichst schnell wieder ausgewildert.
Gesunde Greifvögel können wir meist nur aus grosser Distanz beobachten. Wenn ein solcher gefiederter Hochleistungsjäger aber hilflos aufgefunden wird, braucht er umgehend fachgerechte Pflege. Genau hier beginnt unser Einsatz. Viele der Patienten, die bei uns landen, werden von Bauern, Forstarbeitern, Spaziergängern etc. gefunden und nach Berg am Irchel gebracht. In den letzten 52 Jahren ist hier in enger Zusammenarbeit mit dem Zürcher Tierspital und der Vogelwarte Sempach ein in der Schweiz einzigartiges Kompetenzzentrum für Greifvogelpflege entstanden. Die Gründerin der Station, Veronika von Stockar, wurde deshalb 2007 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Zürich ausgezeichnet. Ende 2008 hat sie die Leitung der Station altershalber an Kaspar Hitz, einem versierten und enthusiastischen Ornithologen, übertragen. Somit ist das Weiterbestehen ihres Lebenswerkes sichergestellt.
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Nach der Pflege von über 3000 Vögeln, kennen wir aus Erfahrung für fast jeden Fall die passende Behandlung. Wir wissen, was die unterschiedlichen Patienten für spezielle Ansprüche an Unterbringung und Fütterung haben und können deshalb schnell und korrekt reagieren. Chirurgische Eingriffe, z.B. nach Flügel- oder Beinbrüchen, werden am Tierspital vorgenommen. Danach gelangen die Patienten nach Berg am Irchel, wo sie nach einer Rehabilitationsphase wieder ausgewildert werden. Vögel mit weniger gravierenden Handicaps, z.B. Hungeropfer im Winter, oder Tiere mit kleineren Blessuren, werden direkt zu uns gebracht und hier gepflegt. Pflegebedürftige Jungvögel werden mit möglichst wenig Kontakt zu Menschen aufgezogen. Danach können sie in einer geräumigen Volière ihre Flugmuskulatur stärken. Sobald sie die überlebensnotwendige Flug- und Jagdtauglichkeit erreicht haben, werden sie freigelassen und erhalten in der Anfangsphase des Freiflugs wenn nötig auch noch zusätzlich zur selbst geschlagenen Beute Futter von uns.
Was erreichen wir mit unserer Arbeit? Durch die Zersiedelung unserer Umwelt und den sorglosen Umgang mit Pestiziden und anderen Giften, beeinflussen wir die Lebensumstände unserer Greifvögel und Eulen massiv. Deshalb ist es wichtig, dass diese faszinierenden Tiere eine Lobby haben. Durch unser Engagement geben wir hilfebedürftigen Patienten eine zweite Chance und ermöglichen ihre Rückkehr in die freie Wildbahn. Aus Ringwiederfunden der von uns gepflegten und beringten Tiere werden zudem wichtige Erkenntnisse für den Schutz ihrer Artgenossen gewonnen. Mit unserem Besuchs- und Exkursionsangebot – wir sind offizieller Lernort des Kantons Zürich - erreichen wir viele interessierte Kinder und Erwachsene und fördern somit Bewusstsein und Verständnis für wichtige Zusammenhänge in der Natur und für einen respektvollen Umgang mit Tieren.
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Greifvögel hautnah
Auf Anfrage ist die Greifvogelstation für Besucher offen. Für weitere Informationen zu Führungen wenden Sie sich bitte an das UBZ NeulandWeinalnd (052 318 23 21) oder besuchen Sie die Webseite.
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