Mit Hand und Herz
Die Bauernhofschule Amalaka gibt den ärmsten Kindern Kolumbiens die Chance auf eine ganzheitliche Schulbildung. Und damit auf eine bessere Zukunft.
Amalaka ist ein biologisch bewirtschafteter Hof im Südwesten von Kolumbien in der Provinz Popayan. Das Land ist geprägt von Bürgerkrieg und Unterentwicklung. Die Schweizer Lehrerin Ana Maria Fankhauser gründete hier eine Bauernhofschule für die Kinder der Ärmsten: von Bauern, Flüchtlingen und aus Slums. Das Ziel von Amalaka ist eine ganzheitliche Schulbildung. Die Kinder lernen hier ein neues Bewusstsein und einen friedvollen Umgang mit Mensch und Natur. Die Lehrer arbeiten dabei nach den Grundsätzen der Freinet-Pädagogik. Selbstverantwortlichkeit, Kooperation und Kommunikation sind hier wichtige Elemente.
Die Schulkinder der „Granja Escuela" tragen den gesamten Betrieb mit. Die Klassen sind nach einem festgelegten Turnus verantwortlich für die Versorgung der Tiere, sie arbeiten im Garten mit und backen Brot. Mit den Produkten wird einerseits die Schulküche versorgt. Andererseits ist der Verkauf von Backwaren und Gemüse die wichtigste Einnahmequelle der Schule. Mittlerweile hat Amalaka einen breiten Kreis an Stammkunden, einen eigenen Hofladen und sie beliefert einen Supermarkt. Die Bauernhofschule hat sich zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt für die Verbreitung der biologischen Landwirtschaft in Kolumbien entwickelt. Hier treffen sich Bauern aus der Region um neue Methoden zu diskutieren, Erfahrungen aber auch Saatgut auszutauschen.